Das war der Januar irgendwie…

mit voranschreitender Stunde fange ich weiter an zu grübeln, was denn das Jahr bislang für mich parat hatte. In einer ruhigen Minute fing ich an mir darüber Gedanken zu machen,… über all die Dinge, die bislang passiert sind und glaubt mir, es ist nicht gerade wenig passiert – von Langeweile kann somit keine Rede sein… und damit meine eigenen Gedanken nicht im Nichts verloren gehen habe ich mir meine (leider) tägliche Tablettendosis eingeworfen, denn ich wollte eigentlich mit dem Blogeintrag aufanderegedanken.com (herrliches Wortspiel).

Obwohl ich das Gefühl vermittle „alles ist besser geworden“ und „wieder in Ordnung“ ist dies ganz und gar nicht der Fall. Warum? Natürlich wurden in den letzten 6-8 Wochen erneut Grundsteine für große Dinge für meine Zukunft gelegt, oder sollte ich eher sagen,  wurden die nächsten großen Holzstücke in das Feuer geworfen. Jedoch bemerkte ich dabei, wie gefährlich ICH als Mensch doch wirklich geworden bin.

Dabei geht es gar nicht so sehr darum, welchen Einfluss ich auf Menschen ausüben kann sondern dass ich meine Umwelt mittlerweile im Bereich der sozialen Kompetenz extrem kritisch betrachte: Kurzfristig ein Treffen absagen, obwohl man es schon länger wusste oder einfach keine Lust / Zeit hat und trotzallem vorher erstmal zugesagt hatte, Oder aber das Fehlen von „Hallo“, „Auf Wiedersehen“, „Bitte“, „Danke“ und „Entschuldigung“ im täglichen Wortschatz, Auch das respektlose, meist unbewusst mobbische (gibt es das Wort überhaupt???), Verhalten gegenüber mir oder anderen Menschen in meiner Umwelt.

Das sind einfach Dinge bei denen ich tatsächlich Denke, dass diese Personen es einfach nicht mehr verdient haben überhaupt noch von mir wahrgenommen zu werden bzw. ich fange an, diesen Leuten immer mehr und intensiver die Grenzen zu zeigen – trotz der Gefahr hin, dass man mich für Arrogant oder als, ohnehin schon dahin aufgestiegenes, Arschloch ansieht. Schließlich müssen auch diese Menschen es irgendwie und irgendwann lernen.

„ich steige aus den Trümmern und klopfe mir lachend den Staub von den Schultern“ Chris Kant (2011) ist eigentlich der Grund warum ich mittlerweile das Gefühl habe für diese Welt gefährlich zu werden. Mir kommt es so vor, als könnte ich nicht mehr viel Verlieren. Das meiste habe ich bereits verloren, was kann mir dann noch passieren. Natürlich werden jetzt wieder einige Denken, dass ich doch noch so vieles habe – aber im Vergleich zu damals habe ich nur noch ein Bruchteil von dem was mich damals so Glücklich gemacht hatte.

Wenn ich so zurückdenke, könnte ich glatt den August 2010 als den schönsten Monat meines bisherigen Lebens ansehen. Da fehlte es mir an nichts, kurz darauf fing das Gemäuer an zu bröseln, nur um wenige Monate später völlig in sich zusammen zu stürzen. Manch einer könnte jetzt behaupten, dass weniger mehr ist… und ich ohnehin viel zu viele Menschen zu gut behandel. Ich bin sehr für meine Freunde, Familie und Mitstreitern dankbar (ich hoffe, ihr wisst das auch) aber seit dem musste ich viel von mir selber einbüßen und stark an mir selbst arbeiten.

Ich sollte mehr entspannen, doch kann das nicht, weil ich auf solch einen Moment wieder hinarbeite – und leider geht das diesmal nicht ohne andere dafür Leiden zu lassen. Leiden im Sinne von die bislang unfairen Verhältnisse zu drehen und gerade zu biegen , damit keiner sich aus den vorherigen Verhältnissen noch einen Vorteil ziehen kann. Gleiches mit gleichem und dann schaut die Welt ganz anderes aus… ich will Niemanden wirklich Leid antun, lediglich den Leuten zu erkennen geben damit sie verstehen und sich vom Herzen Entschuldigen können…

Ich sollte mich selber stets daran erinnern… und wenn ich in den Spiegel schaue, könnte womöglich ein Tattoo mich selber daran erinnern, wo ich war und wohin ich will und wer ich überhaupt noch bin…

Das sind viele philosophische Zutaten in meinem Gedankentopf

Danke fürs Lesen und Kommentieren

Euer Chris Kant

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